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In Zusammenarbeit mit dem United Nations Office for Outer Space Affairs (UNOOSA) und der Stadt Bonn lädt das Europäische Geoinformationsnetzwerk Bridge2GEO am 12. und 13. November zu einem Workshop in den UN Campus nach Bonn ein. Im Mittelpunkt stehen Kooperationsmöglichkeiten, die sich aus ähnlichen Ansprüchen an Geoinformationen für das EU-Programm GMES einerseits und UN-SPIDER (United Nations Platfrom for Space-based Information for Disaster Management and Emergency Response) andererseits ergeben.

Das es diese Schnittmengen gibt, steht außer Frage. GMES (Global Monitoring for Environment and Security) ist eine gemeinsam von der Europäischen Union und der Europäischen Raumfahrbehörde ESA getragene Initiative, vielfältige Datendienste aufzubauen, die es gestatten, globale Entwicklungen im Bereich Umwelt & Sicherheit zu überwaches. Das reicht von der kontinuierlichen Siche nach Öltepichen und Verschmutzungen der Meere, über permanente Kontrolle der Atmosphäre bis zur Überwachung von Flüchtlingsbwegungen in Afrika. Für viele dieser Aufgaben sind Methoden der Fernerkundung gut einsetzbar und dank moderner Satelliten gibt es auch eine Vielzahl von Daten, die entsprechend Auskunft geben. Schwerpunkt von GMES sind deshalb weniger neue Raumfahrtmissionen, sondern vielmehr der Aufbau von standardisierten Datendiensten, die die heute noch aufwändigen mehr oder weniger händischen Analysen der Satellitendaten in jedem Einzelfall ablösen können.

UN-SPIDER hingegen ist der interne Geodatendienstleister der Vereinten Nationen im Falle großräumiger Umwelt- und Natur-Katatrophen. Bei Tsunamis, Überschwemmungen, Erdbeben und in jedem anderen Katastrophenszenario irgendwo auf dem Globus, bei dem internationale Hilfe notwendig ist, sind die in Wien und Bonn ansässige Büros von UN-SPIDER gefordert, ad-hoc aktuelle Geodaten der konkreten Situation vor Ort zu liefern. Dafür sind Satellitendaten ebenfalls unabdingbar.

Der Nachmittag des Workshops startet vor diesem Hintergrund mit Informationen zu den zwei Hauptgegenständen von GMES: Umweltüberwachung und Sicherheit. Die Experten aus dem Bridge2GEO-Netzwerk werde eine große Bandbreite von Fallstudien zu diesen beiden Aspekte von GMES vorstellen. Die Stichworte lauten Landnutzung, Atmosphärenüberwachung und Fragen der Bevölkerungsdynamik in internationalen Flüchtlingscamps. Ergänzt werden diese Präsentation durch ausführliche Diskussionen und ein Broker-Event am folgenden Tag. Es beruht auf den Interessen der Teilnehmer, und soll Vertreter der Geoinformationswirtschaft mit ihren Angeboten und Referenzen im GMES-Umfeld mit Experten der UN in intensiven Einzelbegegnungen zusammen bringen.