Bridge2Geo ist als Projekt des Förderprogramms „Wissenorientierte Region“ (Regions of Knowledge) ein mit Mitteln des 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union gefördertes Vorhaben. Regionen spielen in Europa eine wichtige Rolle, um das gesamteuropäische Forschungspotenzial weiter zu entwickeln. Sie tragen entscheidend dazu bei, das Drei-Prozent-Ziel von Barcelona zu erreichen. Denn gerade auf regionaler Ebene werden Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen am schnellsten auch wirtschaftlich umgesetzt. Allerdings sind die Möglichkeiten einzelner Region naturgemäß begrenzt. Um gesamteuropäsche Entwicklungen anzustoßen, müssen transnationale Akteure eingebunden und die Akteure verschiedener Regionen miteinander vernetzt werden.
Das Programm "Regions of Knowledge" versucht diesen Bedarf abzudecken und regionale Entwicklungsstrategien durch eine stärkere Einbindung von Forschung und Entwicklung zu erweitern. Der Schwerpunkt liegt vor allem darauf, bestehende Forschungs- und Entwicklungscluster zu stärken und die Bildung neuer regionaler Cluster" anzuregen.
In diesem Sinne kooperieren für Bridge2Geo die Regionen Bonn aus Deutschland und Salzburg aus Österreich im Themenfeld Geoinformationswirtschaft eng miteinander. Beide Regionen zeichnen sich durch eine bereits vor dem Beginn des Projekts gewachsene Forschungs- und Unternehmenslandschaft in diesem thematischen Umfeld aus. Mit der Initiative zur Geobusiness Region Bonn sowie dem GeoCluster Salzburg haben die regionalen Akteure – Behörden, Forschungseinrichtungen und Unternehmen - bereits vor dem Start von Bridge2Geo jeweils vor Ort Instrumente zur regionalen Vernetzung aufgebaut. Bridge2Geo verstärkt einerseits diese regionale Clusterbildung und öffnet andererseits den Akteuren internationale Kooperationsmöglichkeiten sowie einen grenzüberschreitenden Wissenstransfer.
Eigentlicher Kern von Bridge2Geo ist indes der Aufbau strategischer Netzwerke zwischen der Geoinformationswirtschaft und potenziellen Anwenderbranchen, die bislang nicht im Fokus der Geobranche standen und die auch ihrerseits erst anfangen, die vielfältigen Möglichkeiten zu erkunden, die eine stärkere Nutzung von Geoinformationen für sie bedeuten. Dies sind die Sektoren Gesundheitswesen, Erneuerbare Energien, Handel, Tourismus und die Felder Umwelt & Sicherheit im Sinne der EU-Initiative GMES, die ein globales Monitoring für vielfältige Themen aus diesen beiden Bereichen ermöglichen soll.
Konkret bedeutet dies, das Know-how der regional aktiven Akteuere aus den beiden beteiligten Regionen zu bündeln um zum Beispiel gemeinsame Aktivitäten auf Fachmessen und Symposien der Zielbranchen zu entfalten. (Im Abschnitt News lassen sich dazu zahlreiche Beispiele finden). In allen strategischen Netzwerken wurden und werden Cluster und Multiplikatoren aus den Zielbranchen gesucht, die als strategische Partner das Thema Geoinformationen in ihren eigenen Netzwerken transportieren können. Bridge2Geo agiert in diesem Zusammenhang als europäischer Expertenpool, der qualitativ hochwertige Informationen und Referenten anbieten kann. Konkrete Projekte und Kooperationen zwischen Partnern aus den Regionen Bonn, Salzburg sowie Unternehmen der anvisierten Zielbranchen sind dabei willkommen. Gleichwohl ist Bridge2Geo kein direkter Träger solcher Projekte. Das Projekt sieht sich vielmehr als Katalysator für die notwendigen Kommunikations-Prozesse, die jeder geschäftlichen Zusammenarbeit von Unternehmen, Behörden und Forschungseinrichtungen voraus gehen müssen.